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envVision Service SDI
Geo- & Umweltdatenstrukturmodelle - INSPIRE inklusive!

Mit INSPIRE wird erstmals eine europaweite Geodateninfrastruktur aufgebaut, die den Zugang zu Geo- & Umweltdaten vereinfacht und die Interoperabilität der Datenbereitstellung und inhaltlichen Weiterverarbeitung in den Mittelpunkt stellt. Derzeit stehen die Metadaten und Daten zum Annex I (z.B. Koordinatenreferenzsysteme, geographische Namen, Adressen, Flurstücke) auf der Tagesordnung, was den Eindruck erweckt, INSPIRE sei vor allem Thema der Vermessungsverwaltungen. Tatsächlich sind die Geobasisdaten nur die Grundlage für die anschließenden thematischen Datendienste, vor allem aus dem Umweltbereich. In Gang gesetzt hat INSPIRE damit eine Konsolidierung der vielfältigen, bisher nicht aufeinander abgestimmten Datensammlungen und -strukturen im Umweltressort.

Umweltdaten fallen in großen Mengen an. Durch die fachspezifische Aufbereitung und Verwaltung sowie die fachübergreifende Bereitstellung und Auswertung unterliegen Umweltdaten einer vielschichtigen, komplexen Dynamik:
  • Sich ständig verändernde Anforderungen und Ansprüche an zu erfassende und aufzubereitende Daten
  • Fachübergreifende Auswertungen mit immer neuen, oft politisch geforderten, Thematiken
  • Erzeugung und Verwaltung von Daten mit einem konkreten Zeitbezug, z.B. Umweltanalysen, die für einen konkreten Zeitpunkt aufgestellt werden


Um dieser Datendynamik Rechnung zu tragen, wurde envVision Service SDI als Geo- & Umweltdatenstrukturmodell ausgebaut:
  1. Das Datenmodell ist so aufgesetzt, dass jederzeit neue Objekte und neue Verknüpfungen zwischen den Objekten ergänzt werden können.
  2. Losgelöst vom Datenmodell werden Objekte für konkrete Anwendungsfälle als Sichten modelliert, um gewünschte Auswertungen bereitzustellen. Der Anwender kann selber beliebige Sichten über Standard-Software, wie z.B. ArcGIS oder Reporting-Programme, hinzufügen.
  3. envVision enthält ein Versionierungskonzept, dass die Verwaltung von Umweltzuständen und Planungsergebnissen in eigenen Datenbank-Versionen gestattet.





envVision Service SDI baut auf einem einheitlichen, zentralen Datenmodell auf, das als eine Datenzentrale zu verstehen ist. Zunächst einmal geht es darum,
  • die Daten ressortübergreifend „einzusammeln“, dass sie für weitergehende Nutzungen (z.B. in anderen Fachbereichen) und übergreifende Verarbeitungen überhaupt verfügbar werden und
  • die Daten so zu strukturieren und zu verschlüsseln, dass sie fachbereichsübergreifend miteinander zu verschneiden sind.


Die Daten können dann zur Beauskunftung und vor allem für die Datenverarbeitung im Umweltressort bereitgestellt werden. Natürlich fallen die von INSPIRE geforderten Dienste ab!

 

Last update:
07.09.2010