Einführung
Die Basistestkomponente steht für die Qualitätssicherung der Daten in moGI Engine zur Verfügung. Sie kann und soll verwendet werden, um zentrale Abläufe in moGI Engine mit definierten Produkten automatisiert zu überprüfen. Der Lieferumfang der Basistestkomponente „moss“ beinhaltet Daten und Konfigurationen zu acht Standard-Produkten, welche zentrale Datentypen abdecken:
- QSDOP (4K-Rasterdaten im TIFF-Format)
- QSFEAT (Vektordaten im shp-Format)
- QSDGM (Geländemodell im xyz-Format)
- QS3D (3D-Gebäudemodell im CityGML-Format)
- QS3DPROD (3D-Produktion mit HxMap)
- QSEMSV (Vektordaten im Shape-Format für den Container EMS)
- QSIMAGERY (4K-Rasterdaten im TIFF-Format auf Basis von Rasterfile)
- QSLAS (LIDAR-Daten im LAS-Format)
Die Basistestkomponente ist ein frei verfügbarer „Eigener Workflow“, der auf der Synchronisierungsfunktionalität von moGI Engine basiert.
Testfunktionen und Verzeichnis-Struktur
Für jedes Produkt stehen folgende Testfunktionen zur Verfügung:
- Produkte und zugehörige Ebenen löschen und neu erzeugen
- Importieren der Referenzdaten
- Exportieren der importierten Daten
- Vergleichen des Exportergebnisses mit den Referenzdaten
- Generierung eines Reports zum Testergebnis
Nach Aufruf des Workflows können ein oder mehrere Produkte ausgewählt werden, die geprüft werden sollen. Standardmäßig sind alle Produkte ausgewählt.
In der Auftragsliste der eigenen Workflows kann der Verlauf dann, wie bei allen Aufträgen üblich, überwacht werden. Nach dem Beenden des Workflows kann die Logdatei geprüft werden. An deren Ende wird eine Zusammenfassung bzw. der Report ausgegeben, wenn der entsprechende Schalter aktiviert war.
Als Standard-Verzeichnis dient das Verzeichnis „moss“. Hier befinden sich die Daten zu den im Lieferumfang enthaltenen Standard-Produkten.
Für jedes Produkt steht ein eigenes Verzeichnis zur Verfügung, welches wiederum in die Unterverzeichnisse config, export, exportRef und import untergliedert ist. Jedes Produkt hat folgende Datenstruktur:
Die Konfiguration können Sie der moGI-Dokumentation entnehmen.
Basistestkomponente – eigene Produkte
Um ein eigenes Produkt innerhalb der Basistestkomponente testen zu können, wird im Verzeichnis „customer“ ein Unterverzeichnis mit dem Kürzel des Produkts angelegt und darunter wiederum die Unterverzeichnisse config, export, exportRef und import.
Es wird empfohlen, für die Basistestkomponente separate Testprodukte zu verwenden, die auch bedenkenlos gelöscht und neu erzeugt werden können, ohne den laufenden Betrieb zu stören. Produktnamen mit dem Präfix QS sind den M.O.S.S.-eigenen Testprodukten vorbehalten.
So erstellen Sie ein eigenes Testprodukt
Erzeugung der Produkt-Konfigurationsdatei mit der Funktion Synchronisieren:
Dazu wird die Aktion Lesen (GET) und Produkte sowie in der Produktliste das gewünschte Produkt ausgewählt. Als zusätzliche Parameter müssen mindestens Blattschnitt-Blätter ausgeben und Ebenen ausgeben aktiviert werden.
Kopieren der erzeugten JSON-Datei:
Das nach dem Ausführen erzeugte JSON-Ergebnis in dem gleichnamigen Karteireiter wird in die Produkt-Konfigurationsdatei kopiert:
...\customer\<ProduktKrz>\config\<ProduktKrz>.json
Anpassung JSON-Datei:
Um für die Basistestkomponente ein neues Produkt zu erzeugen, müssen mindestens folgende Stellen in der Json-Datei angepasst werden:
"products": [
{
"krz": "TESTDOP",
"name": "TESTDOP",
...
"layers": [
{
...
"tableName": "LY_TESTDOP_RGBI",
...
}
...sowie ggf. weitere Ebenen-Tabellennamen oder evtl. auch DataSets.
Erzeugen einer Import-Startdatei:
Die Import-Startdatei …\customer\<ProduktKrz>\import\<ProduktKrz>_<Gebiet>.start ist folgendermaßen aufgebaut:
user=<Benutzername> <Ebene_1> <Ebene_2> ... <Ebene_n>
Alle Ebenen, die importiert werden sollen und für die Importdaten verfügbar sind, werden in die Start-Datei in einer eigenen Zeile eingetragen. Die zu importierenden Importdaten werden zusätzlich ins Verzeichnis import kopiert.
Erzeugen einer Export- Auftragsdatei und deren Referenzdaten:
Eine Möglichkeit zur Erzeugung einer Export-Auftragsdatei besteht darin, einen Auftrag im moGI Engine Classic Client zu erzeugen und die Datenstruktur der Exportparameter in der Datei
...\customer\<ProduktKrz>\export\<ProduktKrz>_<Bezeichnung>.xml
abzuspeichern.
Die Ergebnis-Daten dieses Auftrags werden als Referenzdaten für den Datenvergleich im Verzeichnis
...\customer\<ProduktKrz>\exportRef\<ProduktKrz>_<Bezeichnung>
gespeichert.
Mehrere Exportaufträge:
Um mehrere Export-Aufträge pro Produkt durchführen zu können, werden die einzelnen Export-Auftragsdateien im Verzeichnis export nach dem folgenden Schema benannt:
<ProduktKrz>_<Bezeichnung>.xml
Die jobnumber innerhalb der Export-Auftragsdatei lautet dann:
<ProduktKrz>_<Bezeichnung>
wobei die Bezeichnung für jeden Export-Auftrag variiert.
Die Referenzdaten für jeden Export-Auftrag werden in einem eigenen Unterverzeichnis abgelegt:
exportRef\<ProduktKrz>_<Bezeichnung>
Der Name des Unterverzeichnisses entspricht dabei dem Namen der Export-Auftragsdatei (ohne Dateiendung).
Beispiel Projektverzeichnisstruktur:
Projektverzeichnisstruktur am Beispiel TESTDOP:
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