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Geodatenbereitstellung beim LGLN durch die Landesvermessung und die Regionaldirektionen

Seit Einführung des AAA-Projekts erfolgt die Bereitstellung von ATKIS-Daten durch den Vertrieb der Landesvermessung innerhalb des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN).

Das LGLN nutzt dafür die Funktionalitäten des Rasterdatenservers mit novaFACTORY, der ebenfalls bei der Landesvermessung betrieben wird. Dabei werden Kundenanfragen bei den jeweiligen Regionaldirektionen (RD) an die Landesvermessung innerhalb des LGLN weiter geleitet. Dort erfolgt dann die Datenerzeugung und anschließende Auslieferung  an die anfordernden RD, welche ihre Kunden bedienen.

Ziel eines Projekts mit M.O.S.S. war es nun, novaFACTORY so zu konfigurieren, dass sich die RD für ihre Aufgabenstellungen direkt bei novaFACTORY selbst bedienen, um u. a. die Bearbeitung der Kundenaufträge insgesamt zu beschleunigen. Die Umsetzung des Projekts erfolgte gemeinsam mit einer ausgewählten Pilot-RD.

Um novaFACTORY in den RD anwendbar zu machen, waren von Beginn an folgende Anforderungen klar:

Die Nutzenden in den RD sollten im Wesentlichen nur Ausführungsrechte bekommen („so viel wie nötig“), um einen schnellen Einstieg in die Benutzung der Software zu ermöglichen. Die Anwendung musste zusätzlich vereinfacht werden, so dass keine umfassende Schulung zu novaFACTORY in den RD notwendig wird. Letzteres wurde dadurch erreicht, dass das Layout der Benutzeroberfläche von novaFACTORY auf die benötigten Funktionalitäten eingeschränkt wurde. Dies ist an die Rollenverwaltung mittels WEGA-RBA gebunden. Jede Regionaldirektion bekommt eine eigene Rolle, die auch über LDAP nutzbar ist. Die Testphase bei der Pilot-RD startete mit einer 1-tägigen Schulung, die durch Mitarbeitende der Landesvermessung (Vertrieb und Anwendungsentwicklung) selbst durchgeführt wurde. Schwerpunkt war nach einer kurzen Vorstellung des Systems die praktische Bearbeitung von echten Kundenaufträgen durch die Mitarbeitenden der Pilot-RD. Es folgten 3 Monate intensive Testphase in enger Zusammenarbeit zwischen Pilot-RD und Landesvermessung. Dabei wurden für alle Produkte der Geotopographie der Kostenordnung für das amtliche Vermessungswesen (KOVerm) in Niedersachsen entsprechende Templates angelegt. Nach dieser erfolgreichen Test- und Einarbeitungsphase wurde der Einsatz von novaFACTORY auch in den anderen Regionaldirektionen ausgerollt. Zukünftig soll entsprechend der KOVerm unter Nutzung von (novaFACTORY) Workflows eine kostenfreie Datenabgabe ausgewählter Produkte inkl. entsprechender Aktualisierungszyklen umgesetzt werden. Die Datenbereitstellung über novaFACTORY wird auch zukünftig ein Baustein bei der Realisierung eines neuen Geoportals der Vermessungs- und Katasterverwaltung Niedersachsen sein.

(Vortrag von Thorsten Jakob, M.O.S.S.-Anwendertreffen 2019)

Ansprechpartner

Jens Opitz

Leiter Vertrieb

Detailauskunft des Starkregen-Vorsorgeportals für Bremen geht in Produktion

Über das Starkregen-Vorsorgeportal für Bremen ( https://www.bauumwelt.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen213.c.87988.de ) können Detailauskünfte für Grundstücks- oder Hauseigentümerinnen oder -eigentümer beantragt werden. Auf Grundlage der Beauskunftung, wie die Wasserstände auf dem Grundstück bei Starkregen ausfallen könnten, können dann individuelle Vorsorgemaßnahmen getroffen werden.

Nach der Beantragung wird von der hanseWasser GmbH ein entsprechender Auskunftsreport in novaKANDIS über den KANDIS Server erstellt. WEGA-PPS erstellt hierzu die entsprechenden Karten nutzergerecht, die in einem Report zusammengefasst werden. Hierbei werden unterschiedliche Kartenansichten und –inhalte aufgabenbezogen zusammengestellt und mit Legenden versehen, die die Farbgebung auf den Kartenausschnitt optimiert. Gesetzliche Beschränkungen der Auskunft auf das Grundstück werden durch ein entsprechendes Clipping der Kartendarstellung berücksichtigt.

Beispiel-Report Auskunft zur Überflutungsgefahr bei Starkregen

Siehe auch https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-schutz-vor-starkregen-neues-informationsportal-fuer-bremen-_arid,1815734.html

Weiter wachsende Bedeutung von 3D Daten

Die Möglichkeiten und Chancen der Nutzung von 3D Daten wird seit Jahren diskutiert und dargestellt. Sicherlich nicht zuletzt durch die Verfügbarkeit landesweiter 3D Gebäudedaten wurden Anwendungen dieser Daten unterstützt. Auch weiterhin beobachten wir die Entwicklung, dass das Interesse und der Bedarf an 3D Daten ansteigt. Wie auch in Projekten jenseits landesweiter Datenbestände M.O.S.S. Kompetenz und Technologien Nutzen entfalten können zeigt sich u.a. an folgenden Projektbeispielen:

3D Stadtmodell ArcGIS® Umgebung für Köln

Mit dem Ziel einen aktualisierten, erweiterbaren und projektbezogen detaillierbaren 3D Gebäudedatenbestand zu erstellen sind die Stadt Köln und Esri an uns herangetreten. Als Nutzer der ArcGIS® Technologie und hierauf aufbauender Lösungen in der Stadtverwaltung sowie in verschiedenen angeschlossenen Bereichen, u.a. mit novaKANDIS von CADMAP bei den Stadtentwässerungsbetrieben Köln, AöR, sollte ein aktueller 3D Gebäudedatenbestand in die GIS Umgebung aufgenommen werden. Mit den Werkzeugen zur automatischen Gebäudeableitung, aus novaFACTORY 3D Pro und den Synchronisationsmöglichkeiten von CityGML und 3D Shape Datenstrukturen aus novaFACTORY 3D GDI.

Augmented Reality Visualisierung von Stadt und Infrastruktur

Aus dem Forschungsprojekt DeepSpaceBIM heraus hat sich M.O.S.S. mit Augmented Reality Visualisierungen befasst und auf den Anwendertreffen von M.O.S.S. und CADMAP entsprechende Beispiele präsentiert. Das durchgängig positive Feedback und das Interesse an individuellen Umsetzungen unterstreichen die Möglichkeiten dieser Technologien. Eingebettet in die WEGA Produktfamilie ergibt sich die Möglichkeit vorhandene Datenbestände zu einer 3D Szene zusammenzustellen, diese für die AR Visualisierung zu optimieren und bereitzustellen. Bei der Erstellung der 3D Szenen werden nicht nur 3D Geometrien zusammenkomponiert, sondern auch 2D Geometrien mittels der bekannten Feature3D Funktionen in 3D Repräsentationen überführt. So wurden in dem zum Anwendertreffen der CADMAP gezeigten Prototypen das 3D Gebäudemodell aus dem Open Data Datenbestand Thüringens für den Bereich der Landeshauptstadt Erfurt mit Bilddaten (Textur) und automatisch abgeleiteten 3D Repräsentationen der Infrastrukturdokumentation (Abwasserschächte, -haltungen) zusammengeführt und mittels Hololens präsentiert.

 

 

 

 

Ansprechpartner

Daniel Holweg

Geschäftsführer

 

 

 

 

 

Telefon:  +49 89 66675-100

Integrierte Projektsteuerung in Luxemburg produktiv

Die Stadt Luxemburg steuert nun ihre Investitionsprojekte mit der Integrierten Projektsteuerung (IPS). Die Maskeninhalte und die Steuerung von IPS wurden im Vorfeld auf vertraute Begrifflichkeiten und an die Luxemburger Arbeitsabläufe angepasst.

Die kaufmännischen Daten werden zyklisch aus SAP-PSM in das IPS überführt. SAP-PSM (Public Sector Management) übernimmt die Zusammenführung der Bereiche Haushaltsmanagement und Fördermittelmanagement. Zur Datenübertragung wird die neue standardisierte IPS-ERP-Schnittstelle verwendet, die auch eine Datenumsetzung ermöglicht, sodass ein einfacher Datenimport in die IPS-Software ermöglicht wird.

Durch die in Luxemburg übliche Projektdarstellung mit einer Unterteilung von Sammelprojekten und separat unterteilten Unterprojekten wurde eine Aufbereitung der Daten innerhalb von IPS notwendig. Zur übersichtlichen Darstellung und effizienten Bearbeitung der Sammel- und Unterprojekte wird der neu entstandene IPS-Navigator verwendet. Der Navigator ähnelt in Aussehen und Funktion den aus den novaKANDIS bekannten Navigatoren.

Die Investitionsplanung ist in Luxemburg auf eine Dauer von fünf Jahren ausgelegt. Die Genehmigung der unterschiedlichen Projektbudgets erfolgt über jeweils eigene Verfahrensweisen, die im IPS nun auch entsprechend dargestellt werden. Gleichzeitig werden alle für ein Projekt erteilten Genehmigungen in einer Historie abgebildet.

Damit die so zur Verfügung stehenden Daten übersichtlich ausgewertet werden können, wurde das Berichtswesen auf die Belange der Sammel- und Unterprojekte angepasst. Eine Berichtsausgabe erfolgt hierbei stichtagsbezogen oder über die Wahl eines Geschäftsjahres.

IPS fasst damit in Zukunft alle relevanten Daten für die Projektsteuerung aus unterschiedlichen Quellen übersichtlich und für den Projektmanager und das Management prozessunterstützend zusammen. Ein wichtiger Meilenstein für die effiziente Projektsteuerung in der Stadt Luxemburg.

Die neuen Frühjahrsreleases für WEGA und novaFACTORY

WEGA und novaFACTORY entfalten ihren größten Nutzen häufig in der kombinierten Anwendung beider Produkte. So lassen sich viele novaFACTORY-basierte Prozesse wie z.B. die Datenabgabe vorkonfigurierter Datenprodukte über WEGA starten. WEGA stellt in diesem Anwendungsszenario den Endnutzerclient dar, während der novaFACTORY-Client vorwiegend für administrative Aufgaben und als Expertenclient genutzt wird. Durch den gezielten Einsatz von Benutzerrollen kann dabei über WEGA-RBA gesteuert werden, welcher novaFACTORY-Prozess welchem Anwender im WEGA-Client zur Verfügung gestellt wird.

Beide Produkte interagieren also zunehmend miteinander und ganz in diesem Sinne stehen die neuen Releases von WEGA und novaFACTORY jetzt in enger zeitlicher Kopplung zueinander zur Verfügung. Der Vorteil für den Anwender: Die neue novaFACTORY-Version 8.0.3 ist bereits kompatibel zur neuen WEGA-Version 9.0.2.

Das bedeutet dann z.B., dass mit dem novaFACTORY 3D WebMapExporter eine direkte Datenbereitstellung für WEGA-3D erfolgen kann. Auch die neuen Möglichkeiten zur Integration von 3D-Punktwolken sind hier bereits integriert.

Weitere Neuerungen aus dem Bereich 3D sind die flexible 3D-Symbolisierung sowie die erweiterten Funktion im Umgang mit 3D-Punktwolken im Modul novaFACTORY LIDAR.

Ganz im Sinne der Nutzung von WEGA als Endanwenderclient wurde im neuen Release weiter an Benutzerfreundlichkeit und möglichst intuitiven Bedienoberflächen gearbeitet. Beispiele hierfür sind die runderneuerten Funktionen Lesezeichen und Ansichten sowie die Sachdatensuche nach beliebigen Features.

Eines der Highlights der neuen novaFACTORY-Version ist das Modul Sentinel Connector, mit dem eine komfortable Integration von Satellitenbilddaten aus dem Copernicus-Programm in das novaFACTORY Rasterdatenmanagement gelingt. Ganz wie von novaFACTORY gewohnt, liegt dabei der Fokus auf Automatisierung und Wiederholbarkeit der einzelnen Arbeitsschritte und Prozesse von den szenenbezogenen Rohdaten zur blattschnittfreien Nutzung in novaFACTORY.

Auch im wichtigen Umfeld der Workflows und Agenten bietet novaFACTORY 8.0.3 interessante Neuerungen. Neben den optimierten Einstellungsmöglichkeiten bei der Konfiguration ist hier besonders die Möglichkeit zur Verwendung von If-Then-Else Bedingungen bei der Workflow-Programmierung hervorzuheben.

Die Frühjahrsreleases von WEGA und novaFACTORY stehen seit Mitte Mai 2019 zur Verfügung. Alle Informationen und funktionalen Neuerungen finden sich wie gewohnt im Kundenbereich unter https://www.moss.de/kundenbereich.

 

Ansprechpartner

Philipp Willkomm

Leiter Produktmanagement

Mit novaKANDIS 10.6.2 auf die neue Software-Generation umsteigen

Das nächste Release der novaKANDIS 10 – Generation komplettiert den Modulumfang. Die Version 10.6.2 erhält die Möglichkeit der Historisierung und nimmt damit für viele Anwender eine entscheidende Hürde für die Produktivsetzung unserer neuen Software-Generation, die diese Softwarekomponente bereits unter novaKANDIS 6.x einsetzen.

Das Historisieren ist eine alternative Implementierung zum Löschen und erlaubt es dem Anwender, die Stammdaten und die anhängenden Bewegungsdaten aus dem aktiven Datenbestand zu entfernen ohne sie endgültig zu löschen.

Für die Vermögensbewertung und für diverse weitere Auswertungen stehen die historisierten Daten nach wie vor zur Verfügung. Auch im Kartenwerk können die historisierten Objekte eingeblendet werden. Die Historisierung ist in allen Funktionen, wie zum Beispiel Haltung teilen oder Geometrie ersetzen, durchgängig implementiert.

Zudem wurde mit dem Modul Kanalvermögen ein weiteres wichtiges Modul überarbeitet und in der neuen Software-Generation zur Verfügung gestellt.

Das in novaKANDIS 10.6.1 erstmalig als Betatest freigegebene Datenbanksystem PostgreSQL wird nun mit novaKANDIS 10.6.2 zum produktiven Einsatz freigegeben.

Die angekündigte Sommerversion novaKANDIS 10.6.2 wird am 15.07.2019 erscheinen.

Tipps & Tricks Optimierte Bedienung durch Funktionsbaum Anpassung

TOC - was kann ich anpassen?

Zentrales Bedienelement von novaKANDIS stellt der novaKANDIS-Table of Content (TOC) dar, der alle  Funktionen in einer ausklappbaren Baumstruktur anbietet. So gibt es für jedes Modul und jeden Aufgabenbereich eigene Objekte mit deren Funktionsaufrufen …. Lesen Sie hier den vollständigen Artikel

Tipps & Tricks Optimierte Bedienung durch Funktionsbaum Anpassung

Bleiben Sie neugierig 😉